Ausgerechnet BiBaBo - das war unsere Reaktion, nachdem uns die Glücksfee schon wieder beim Auslosen der 1. Pokalrunde nicht wohlgesinnt war. Alle dachten sofort an die 3:0 Klatsche am ersten Spieltag. Am Ende zeigte sich jedoch, dass der Pokal tatsächlich seine eigenen Gesetze hat. So wie Ossi waren wir alle platt und froh.

Die Geschichte des Spiels gegen BiBaBo am 21.06.2012 könnte man ganz kurz erzählen - die Sätze haben wir gewonnen - verloren - gewonnen - verloren - gewonnen, was gleichbedeutend ist mit einem 3:2 Sieg und dem Weiterkommen in die 2. Runde.

Doch das sich an diesem Tag ein solcher Pokalkrimi entwickeln könnte, hatten wir zuvor nur gehofft. Der Pokalknüller war zwar angekündigt worden, dass es aber tatsächlich ein Knüller wurde, kam so.

Schon im Vorfeld hatten wir uns nach unserer derben 3:0 Niederlage gegen BiBaBo am ersten Spieltag unsere Gedanken gemacht, wie man die Sache angehen sollten. Nach heißblütigen Diskussionen entschieden wir uns mehrheitlich für den Versuch, mit einem vereinfachten Spielsystem und klaren Aktionen den Erfolg zu suchen. Entschieden, gesagt, getan, so machten wir es.

Gleich im ersten Satz konnten wir unsere Vorgaben gut umsetzen und gewinnen. An dieser Stelle darf betont werden, dass es für den NORDSTERN ein eher ungewohntes Gefühl ist, den ersten Satz zu gewinnen.

Im zweiten Durchgang schlichen sich dann vermehrt Fehler ein, die Annahme wackelte und wir verloren. Der dritte Satz zeigte dann wieder das umgekehrte Bild, klare Aktionen führten zu vielen Punkten und dem Satzgewinn.

Der vierte Satz bedarf an dieser Stelle besonderer Erwähnung. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir einen Satz (ich glaube zu 10) so deutlich abgegeben haben. Das ist meines Wissens nach bis heute noch keinem unserer Gegner geglückt. Wir waren echt schlecht. Und wir gingen mit diesem miesen Gefühl nun in den Tie-Break.

Was sollte uns jetzt noch Hoffnung geben. Vielleicht die Trainer-Legende Trappatoni: "Be careful the cat! No say the cat is in the sac when you have not the cat in the sac."

Und siehe da, so kam es auch. Man muss vielleicht ein volleyballverrückter NORDSTERN sein, um nach einer solchen Abfuhr im vierten Satz dann alles zu vergessen und einen Tie-Breack auf eine Art und Weise wie zu Beginn der Partie zu spielen. Wir wechselten bei 8:3 und gewannen mit 15:10. Die Sensation war perfekt, wir waren platt und glücklich.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Glücksfee den NORDSTERNEN nun wohlgesonnen ist.

Eckart